Naturregion – Kulturregion

Mi. 18 Mai. – So. 26. Juni

Ausgehend vom Internationalen Theaterfestival für junges Publikum von 18. – 25. Mai bespielt SZENE BUNTE WÄHNE bis 26. Juni unzählige Orte im Waldviertel und darüber hinaus. Die verschiedenen Formate bringen Kunst und Kultur besonders nah zu den Menschen, klassische Theaterräume werden verlassen, dafür wird besonders das regionale Umfeld mit einbezogen. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet heuer „Landwirtschaft und Kunst“. So bespielt Holger Schober leerstehende Bauerhöfe mit seiner neuen Produktion „Bauernhof zu verkaufen“. Schon Kindergartenkinder erleben in dem Stück „Mein Bauernhof“ mit der weltbekannten afrikanischen Gruppe IYASA, was Landwirtschaft in Österreich und in Afrika heißt. Kurzkonzerte in Kuhställen schließen an das legendäre Projekt „Klassik der Milch“ an. 

Die zentralen Themen und Verbindungslinien des heurigen Festivals sind die Franz Josefs Bahn als für das Waldviertel so wichtige Verkehrsader und das Thayatal, in der der wohl wildeste, aber auch romantischste Fluss des Waldviertels fließt. Entlang der Franz-Josefs-Bahn von Wien über Eggenburg, Sigmundsherberg, Hötzelsdorf, Irnfritz, Vitis bis Gmünd und entlang der Thaya von Hardegg über Drosendorf, Raabs/Th bis nach Waidhofen/Th. Finden zahlreiche Projekte statt. Ganz zentral ist unter anderem der Raabser Kulturfrühling von Mi. 25. – So. 29. Mai (Ausklang bis 26. Juni) mit neun Theateraufführungen und fünf Konzerten, im Freien und sogar auf der Thaya. Auch mit vielen Orten entlang der Franz-Josefs-Bahn verbindet SZENE BUNTE WÄHNE eine langjährige Zusammenarbeit, die heuer in einem Schwerpunkt mündet. Orte wie Sigmundsherberg, Irnfritz, Hötzelsdorf, Pürbach und natürlich Gmünd beteiligen sich. Doch auch thematisch wird sich die Franz-Josefs-Bahn und ihre wichtige Rolle als Infrastrukturader des Waldviertels im Festivalprogramm wiederfinden. Sogar Kinder ab 4 Jahren haben ihre Freude in dem Theaterstück „Mim Zug“(4 – 9 Jahre) der schallundrauch agency. 

Beim letzten Festival begeisterte der bekannte Theatermacher Holger Schober (u.a. „Cop Stories“) mit seinem Wirtshaus-Theater „Krambambuli“, mit dem er durch unzählige Gasthäuser des Waldviertels tourte und das er heuer noch einmal zeigen wird – diesmal aber im Freien im Wald. Dieses Jahrbringt er Josef Roths Roman „Hotel Savoy“ in einer dichten Fassung, die in Hotelzimmern und Frühstücksräumen der Region zur Aufführung und führt uns mit „Bauernhof zu verkaufen“ auf verlassene Höfe und kleine Dörfer – von Hötzelsdorf über Radessen bis Rossa. Ungewöhnliche Räume werden so mit ihrer speziellen Atmosphäre für Stücke erschlossen und bringen sie ganz besonders zur Geltung. 

Einer der Höhepunkte und gleichzeitig der Abschluss des Festivals wird im Ort Radessen nahe Irnfritz stattfinden, dem Geburts- und Heimatort von Stephan Rabl: „Ein Dorf in SZENE gesetzt“ macht aus dem kleinen Bauerndorf eine große Bühne. Den Abschluss des Festivals am So. 26. Juni bildet dann Holger Schober mit Marie von Ebner Eschenbachs berühmter Erzählung „Krambambuli“, die er heuer neben einem Hochstand mitten im Waldgebiet „Wild“ aufführt, und damit auch noch einmal die drei dort zusammenkommenden Bezirke Horn, Waidhofen und Zwettl miteinbezieht. Der Abend des So. 26. Juni klingt mit dem Auftritt der weltbekannten Gruppe IYASA aus Simbabwe mit Gesang, Tänzen und musikalisch erzählten Geschichten aus Afrika in Irnfritz aus, der das Publikum in den wunderschönen Sommer entlässt.